Mittelmeer, Flamingos und historische Städte – Unterwegs im Languedoc-Roussillon

Wir sind wieder ein wenig dem Berliner Winter entflohen und haben mit unserem Hund ein paar Wochen in Südfrankreich verbracht. In diesem Jahr ging es für uns zuerst in die Region Languedoc-Roussillon nach Saint-Pierre-la-Mer in der Nähe von Narbonne.

Angekommen im Süden: der erste Blick auf`s Mittelmeer

Angekommen im Süden: der erste Blick auf`s Mittelmeer

Wir nahmen uns wieder viel Zeit für die Anreise und kamen nach drei Tagen im sonnigen Süden an. Dort hatten wir eine Ferienwohnung nicht weit vom Strand entfernt gebucht. Die Ferienwohnung befand sich in einer größeren Anlage mit etlichen voneinander getrennten Gebäuden und jeweils eigenen kleinen Gärten. Die Wohnung an sich war gut ausgestattet und der Ausblick in das angrenzende Naturschutzgebiet schön. Man musste nur aus dem Gartentor heraustreten und schon befand man sich in der typischen Garrigue-Landschaft mit ihren Stileichen, Rosmarinbüschen, Kiefern, Wacholdersträuchern und vielen anderen für die Region bekannten Pflanzen.

Terrasse der Ferienwohnung

Terrasse der Ferienwohnung

Direkt vorm Gartentor: Naturschutzgebiet und im Hintergrund Lagunen und Mittelmeer

Direkt vorm Gartentor: Naturschutzgebiet und im Hintergrund Lagunen und Mittelmeer

Ferienanlage und Naturschutzgebiet

Ferienanlage und Naturschutzgebiet

Trotzdem gab es für uns einen Wehrmutstropfen: In der Anzeige der Ferienwohnung stand, dass Hunde herzlich willkommen wären. Als wir die Wohnung betreten hatten, entdeckten wir jedoch gleich ein „Hunde verboten“-Schild an der Zwischentür vor dem Bereich zu den Schlafzimmern und zum Bad. Dadurch haben wir uns mit unserem Hund überhaupt nicht willkommen gefühlt. Alfa schläft sowieso in ihrem eigenen Körbchen, aber das war einfach unschön. Wir haben dann etwas vor das Schild gehängt, um nicht während des ganzen Urlaubs auf ein Hundeverbotsschild gucken zu müssen.
Angenehm war, dass nur sehr wenige Wohnungen im Februar belegt waren und es dadurch sowohl in der Anlage als auch im Naturschutzgebiet sehr ruhig war.

Blühende Pflanzen im Februar :-)

Blühende Pflanzen im Februar 🙂

Wunderschöner Sandstrand in Saint-Pierre-la-Mer im Languedoc

Der Ort Saint-Pierre-la-Mer gehört zur Gemeinde Fleury und war zu dieser Jahreszeit vollkommen ausgestorben. Nur ein Spar-Supermarkt hatte geöffnet, der auch frisches Baguette verkauft hat. Wir waren oft am Strand, der nur ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt war. Alfa rannte glücklich über den wunderschönen, sehr breiten Sandstrand, den wir einige Male komplett für uns allein hatten. In der Wintersaison sind Hunde unserer Erfahrung nach kein Problem, offizielle Hundestrände findet man z.B. in Portiragnes oder Leucate. In den Étangs (Lagunen) gab es einige Kite-Surfer, die ihre Runden drehten. Viel mehr Menschen sahen wir nicht, dafür unglaublich viele freilaufende Katzen. Sie wurden offensichtlich mit Futter versorgt, ob es auch Kastrationsaktionen vor Ort gab, konnte ich leider nicht herausfinden.

Strand Saint Pierre

Ein riesiger Strand ganz für uns allein

Alfa am Strand von Saint Pierre - Languedoc

Alfa begeistert am Strand

Strand Saint Pierre

Viel Platz

Freudiger Hund

Freude 🙂

Katze Saint Pierre

Eine von vielen freilaufenden Katzen

Spaziergang zum Gouffre de l’Oeil Doux

Von der Ferienwohnung führte ein schöner hauptsächlich von niedrigen Rosmarinbüschen, Wacholder und Aleppokiefern gesäumter Weg durch das Massif de la Clape zum Gouffre de l’Oeil Doux: einem grün schimmernden kleinen See inmitten hoher Felsspalten. Wir haben den See („das sanfte Auge“) oberhalb auf den Felsen umrundet, man kann man aber auch bis nach unten hinabsteigen.

Gouffre de l'Oeil Doux

Am Gouffre de l’Oeil Doux

Ausflug mit Hund nach Gruissan – Flamingos, alte Gassen und stürmische See

Der Nachbarort Gruissan hat uns sehr gut gefallen. Durch den alten Stadtkern mit seinen historischen Gassen gelangten wir zur Ruine des Tour Barberousse. Von der Aussichtsplattform unterhalb des Turms hat man einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von Gruissan und die naheliegenden Étangs mit unzähligen rosa Flamingos. Im Ort gibt es auch einen modernen Yachthafen sowie im Ortsteil Gruissan-Plage alte Pfahlbauten in der Nähe des Strandes. Diese auf Stelzen errichteten Häuser wirkten jedoch recht renovierungsbedürftig. Anfang Februar erblickten wir zu unserer Freude bereits blühende Mandelbäume. Es gab allerdings auch etliche stürmische Tage, so dass es vor allem am Meer recht unangenehm werden konnte. So mild und geschützt wie an der Côte d’Azur ist es im Languedoc im Winter leider nicht.

Gruissan

Gruissan

Hafen von Gruissan

Hafen von Gruissan

Alfa in Gruissan

Alfa in Gruissan

Flamingos

Flamingos

Reiher

Reiher

Blick von der Ruine des Tour Barberousse

Blick von der Ruine des Tour Barberousse

Über den Dächern von Gruissan

Über den Dächern von Gruissan

Mandelblüte im Februar mit Blick zum Massif de la Clape

Mandelblüte im Februar mit Blick zum Massif de la Clape

Mandelblüte

Mandelblüte

So stürmisch, dass sogar Alfas Ohren nach oben stehen

So stürmisch, dass sogar Alfas Ohren nach oben stehen

Ausflug mit Hund ins schöne Narbonne

An einem sonnigen, aber sehr stürmischen Tag besichtigten wir auch Narbonne. Am Quai Victor Hugo gab es viele kostenlose Parkplätze. Entlang des Canal de la Robine liefen wir in Richtung der Hauptsehenswürdigkeit, der Kathedrale Saint-Just. Seitlich des Kanals befinden sich viele Platanen, die in den Sommermonaten ein großes Blätterdach als Schutz gegen die Sonne bieten. Aber selbst im Februar ließen sich die Einwohner Narbonnes nicht davon abhalten in einem der zahlreichen Straßencafés ihr Mittagessen zu sich zu nehmen. Rund um die Kathedrale gab es viele Gassen mit kleinen Geschäften zu entdecken und auf der anderen Seite des Kanals die große historische Markthalle am Cours Mirabeau (Hunde haben keinen Zutritt). Wir kauften uns an einem der Straßenstände belegte Baguettes und ruhten uns ein wenig auf einer der vielen von Platanen gesäumten Bänke aus. Leider war es aber etwas zu stürmisch, um lange den schönen Ausblick über den Kanal genießen zu können.

Canal de la Robine in Narbonne

Canal de la Robine in Narbonne

Markthalle in Narbonne

Markthalle in Narbonne

Weitere Ausflüge führten uns nach Béziers zum Canal du Midi, nach Agde mit riesigen Muscheln am Strand und zum Étang du Doul, wo wir eine schöne Wanderung unternahmen. Dazu wird es noch einen weiteren Artikel geben.

Fazit: Die Region Languedoc-Roussillon in Südfrankreich ist auf jeden Fall eine Reise wert. Uns hat diese eher karge und windgepeitschte Gegend gut gefallen und wir fanden sie sehr abwechslungsreich mit dem Mittelmeer, den Lagunen mit den vielen Flamingos und den interessanten historischen Städten. Im Februar würden wir allerdings nicht nochmal hinfahren, da es noch kalt und oft sehr stürmisch war, ein späterer Monat ist empfehlenswerter und die Strände dann sicherlich immer noch leer.

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